"Der Gregos hat Krebs" - diese Nachricht traf mich total unvorbereitet - im November 2005 - wie ein Hammerschlag.

Begonnen hat es damit, dass der Gregos nach einem Spaziergang plötzlich eine Menge Blut im Urin hatte. Ich bin gleich mit ihm in die Tierklinik gefahren, es wurden viele Untersuchungen - unter anderem auch ein Ultraschall - gemacht.
Der TA meinte, er würde gerne operieren, um zu sehen, was sich "da drin" abspielt - ich war einverstanden.

Der Tag der Operation - ich war gerade mit der Sindy im Wald, um mich abzulenken, als mein Handy läutete. Die Tierklinik war dran ...
Zwei riesengroße Tumore hatte mein Hund im Bauch, einen davon an der Niere, der andere mit einigen Organen verwachsen. Was sollen sie tun? Einschläfern? Die riskante OP probieren? Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Doch ich wusste, dass mein Hund ein Kämpfer ist! Also entschied ich mich für die OP.

Ich habe es keinen Tag bereut! Als ich den Gregos einen Tag später abholte, kam er mir - zwar noch etwas matt wegen dem großen Blutverlust - schon schwanzwedelnd entgegen - sein Blick sagte eindeutig "Gehen wir jetzt? Ich mag Balli spielen!"

Die Diagnose war denkbar schlecht - "Hämangiosarkom" hießen die Teufelsdinger, die da in meinem Hund gewütet haben. Die Niere musste leider entfernt werden. Durchschnittlich lebt ein Hund noch 3 Monate nach solch einer Diagnose. Aber es wäre nicht mein Kämpfer gewesen, wenn er diese Statistik nicht ad absurdum geführt hätte! - Wir hatten noch 6 wundervolle Monate mit viel Spaß, Spiel, Treffen mit Freunden - der Gregos konnte sein Leben schmerzfei genießen.

Vor einer Woche begann dann die Veränderung. Er war matt, wollte oft sein Futter nicht auffressen - aber wenn es ans Gassi gehen ging, war er voll da, spielte mit seinem Ball, als wäre alles ok.

Am Freitag dann gings los. Er erbrach sein Futter. Natürlich sind wir gleich in die Tierklinik gefahren. Es wurde Blut abgenommen - wir wollten ihm natürlich eine Chance geben! Vielleicht wars echt nur eine "banale" Magen-Darm-Entzündung?

Gestern machten wir am Vormittag noch einen schönen Spaziergang im Schlosspark Laxenburg. Am Nachmittag dann wollte er nicht mehr Ball spielen, lieber in der Wiese liegen und Balli halten. Und am Abend dann ... er stand auf der Wiese, total verkrümmt, erbrach ständig, wollte nicht weitergehen - meine Entscheidung stand fest ...

Anruf in der Tierklinik, Hund ins Auto gepackt ... Er ist so schön eingeschlafen! Ganz ruhig und entspannt! Ohne Angst, ohne Schmerzen.

Mein Süßer, es geht Dir jetzt gut, wo Du bist! Denke manchmal an mich! Viel Spaß mit Deinen neuen und alten Hundefreunden!

Machs gut!